Folge 23: Regionalentwicklung als Architektur für morgen
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00:00:02: Gemeinde und Regionalentwicklung,
00:00:04: nachhaltige Zukunftsvisionen klingt trocken theoretisch nicht beim Podcast Zukunft hören.
00:00:12: Hier hört ihr die Stimmen von engagierten Menschen und erfahrt wie zukunftsorientiertes Handeln aussehen kann.
00:00:23: Der Podcast mit innovativen Impulsen zum gemeinsamen Gestalten für Menschen aus den Gemeinden von übermorgen
00:00:35: dem Referat regionale Zukunftsgestaltung des Landes Oberösterreich und dem regionalen Management Oberösterreich.
00:00:50: Eine Region, in der Menschen nicht nur leben sondern auch wirklich bleiben wollen!
00:00:56: Wie entwickelt man das?
00:00:59: Diese Frage versuchen wir hier auf den Grund zu gehen.
00:01:08: Herzlich willkommen beim Podcast Zukunft hören.
00:01:12: Hier sprechen wir ja immer wieder über Themen aus den Regionen in OberÖsterreich In dieser Ausgabe übrigens bereits zum XXIII.
00:01:20: Mal!
00:01:27: Die Regionen, die hier Thema sind wirken oft vertraut und weil wir uns natürlich mit innovativen Projekten beschäftigen lebenswert und aufgeschlossen.
00:01:38: Aber wer kümmert sich eigentlich darum dass das so bleibt?
00:01:43: Welche Rolle spielt Regionalentwicklung wenn es darum geht Zukunft nicht nur zu planen sondern spürbar zu machen?
00:01:51: Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der ersten Hälfte dieses Podcasts.
00:01:56: Ganz konkret spürbar werden Herausforderungen im ländlichen Raum oft, wenn es um das Thema Mobilität geht.
00:02:03: Wie können Dinge im Bereich Mobilität anders gedacht werden und wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt helfen den Alltag der Mobilität zu verändern?
00:02:13: Darum geht's in der zweiten Hälfe!
00:02:16: Zwei Perspektiven, die sich mit der regionalen Entwicklung schon durchaus konkret und praktisch befassen.
00:02:22: Die aber auch einen Schritt zurückmachen und sich fragen wie sich die Regionalentwicklung eigentlich entwickelt?
00:02:29: Und die beschäftigt sich jedenfalls damit, wie Regionen geschaffen erhalten und weitergedacht werden können in denen es sich zu leben
00:02:38: und zu
00:02:39: bleiben lohnt!
00:02:51: Martin Hollenetz ist Sozialpädagoge, Kreativwirtschafter und Gründer des Othello-Netzwerks sowie der Othellogenossenschaft.
00:03:00: Er lebt in Forchtorf und arbeitet an der Schnittstelle von Innovationsräumen, kooperativer Arbeit und sozialem Wandel im ländlichen Raum.
00:03:10: An genauso einer Schnittsstelle hat Stefan Heinisch vom Regionalmanagement Oberösterreich ihn besucht – in der Kulturwiller Forchtorf nämlich!
00:03:20: Im Gespräch mit Martin Hollinetz geht es um die Frage, was eine Region zusammenhält und besonders für junge Menschen lebenswert macht.
00:03:29: Zugespitzt könnte man das vielleicht so formulieren?
00:03:38: Um sich das genauer zu überlegen lohnt sich ein Blick auf die Strukturen.
00:03:43: Oberösterreich gilt als industrielles Vorzeigebundesland hohe Beschäftigung, starke Leitbetriebe, tendenziell niedrige Arbeitslosigkeit.
00:03:53: Aber was hält einen siebzehnjährigen aus dem Bezirk Kirchtorf wirklich in der Region?
00:03:58: Was bindet junge Menschen an einem Ort jenseits des nächsten Lehrvertrags, jenseils der Pendeldistanz im Zentralraum?
00:04:06: Martin Hollinetz beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten genau damit, wie sich Engagement, Verbundenheit und Lernbereitschaft in einer digitalisierten Gesellschaft verändern.
00:04:16: Und was Regionen tun müssen wenn sie nicht nur Arbeitsplätze sondern Lebensperspektiven bieten wollen.
00:04:24: Stefan Heinisch hat ihn zuallererst gefragt ob es denn seiner Ansicht nach genügt, wenn man zu unserer erwähnten fiktiven siebzehnjährigen Person etwas sagt.
00:04:34: Du hast attraktive Jobs hier vor Ort und du kannst dich auch entsprechend ausbilden
00:04:38: lassen.".
00:04:40: Martin Hollinetz meint eben nein das ist zu wenig.
00:04:44: Also ich stelle fest dass es zu wenig ist.
00:04:47: und was wir jetzt merken gerade in den letzten Jahren wo wir halt primär Kinder jugend Aber auch mit Erwachsenen, gerade in dem Themenfeld Arbeit immer wieder Projekte und Initiativen erlebt haben.
00:05:03: Merken wir sehr stark dass das Thema Beteiligung und Teilhabe für junge Menschen viel komplexer und schwieriger geworden ist weil alle ehrenamtlichen Strukturen immer nur auf sehr langfristige Beteilligungen sitzen.
00:05:20: und junge Menschen und wir haben heute dieses Schlagwort geprägt mit Pop-up Engagement Das heißt, es braucht viel mehr Ebenen wo man sich kurzfristig einmal engagieren kann und damit Verbundenheitsregionen entwickelt.
00:05:34: Über punktuelle und immer wiederkehrende kurze Engagements die mir richtig so wie ich mach damit und dann bin ja auch wieder weg Also Verbindlichkeiten werden anders gedacht
00:05:48: Und
00:05:49: Verbundenheit wird anders gedacht.
00:05:51: da spielt Digitalisierung und all diese Themen mit der Rolle Und das merken wir ganz stark.
00:05:56: Also wenn wir Angebote setzen und da war Kulturhauptstadt zum Beispiel, unglaublich spannendes Szenario wo man gesehen hat wie man über so Pop-up Engagement, Szenarien tatsächlich junge Menschen für die Region begeistern kann auch hier wirksam zu sein, einmal zu erleben dass man wirksam sein kann und diesmal schafft Verbundenheit aus dem Familienkontext hinaus und öffnet ein Stück weit Perspektiven.
00:06:27: Und im Kontext jetzt von, bleiben wir so ein bisschen bei der regionalen Wirtschaft?
00:06:32: Wer setzt dann diesen Rahmen?
00:06:34: Wer sorgt für diese Impulse, für diese Dichtheit?
00:06:36: ist es trotzdem ehrenamtzandes Gemeinden die offene Orte anbieten damit sowas passieren kann?
00:06:41: wie du sagst dass also die Verpflichtungen gehen an Vereinen wenn da Kassier bis ich weiß ja nicht mit und bleibt immer noch im Verein.
00:06:49: Das hat sich auch verändert, das bringst du ja so auf den Punkt.
00:06:51: Wer ist da quasi zur Verfügung steller dieses Raums und dieser Dichtheit und diese Impulse, dass junge Leute da mehr so ein bisschen so wie Hop-on-Hop-off machen können?
00:07:01: Also auf welche Schultern legen wir das jetzt?
00:07:04: Ich denke schon, dass es ein strategisches Momentum ist,
00:07:07: d.h.,
00:07:07: es braucht dazu eine regionale Stakeholder-Netzwerke die sowas mitdenken verstehen, wie sowas tickt und dem Wohlwolle entgegen überstehen.
00:07:20: Das ist ja nur eher die Hürde weil natürlich das Deckholder-Netzwerke per se noch in einer anderen kulturellen Ebene leben.
00:07:30: Und das merken wir gerade jetzt bei einem Projekt wo es sehr stark um Softskills geht, wo man auf der Ebene eigentlich auch zuerst schon arbeitet, wo er sagt was sind denn das für Skills?
00:07:43: Also wir nennen es tatsächlich Überlebensfähigkeit mittlerweile auch durch den globalen Kontext.
00:07:49: Also was braucht einer Region für diese Überlebensfähigkeit an Soft Skills?
00:07:54: Und da arbeitet man natürlich sehr stark mit der Stakeholder-Ebene, mit den Betrieben in der Region die das auch verstehen müssen.
00:08:00: wie geben wir da auch mit jungen Menschen um... Was braucht es denn da auch für Kompetenzen oder tatsächlich Skills damit man junge Menschen erst anspricht eine Ebene schafft ein Betrieb die sie auf diese verändernde Wirklichkeit tatsächlich einstört und gleichzeitig dann noch eine Programme mitentwickelt und anbietet, die das mitfördern.
00:08:24: Also das ist jetzt auch so ein Themenfeld wo man auf der regionalen Ebene, auf der Regionalen Entwicklungsebene arbeiten kann und auf der anderen Ebene sich hier einen sehr starken Impuls über Kultur.
00:08:37: Das heißt über Kultur und da fangen wir halt Kids schauen, so wie wir sitzen mit einem Podcast zu machen.
00:08:45: Mit Filmbeiträgen und so den Next Generation View.
00:08:49: Also was ist der Blick der Jugend auf kulturelle Themen?
00:08:53: Auf Arbeitsthemen?
00:08:54: Auf unterschiedlichste Einflüsse die sie als junge Menschen berühren?
00:08:59: Und wie interpretieren Sie das?
00:09:00: also da ist ein Stück weit unser Lernfeld Das heißt, das mitzubekommen.
00:09:05: Wie tun denn die?
00:09:06: Waren wir es los?
00:09:07: Also waren wir nur so weit begleitet dass es passiert aber nicht inhaltlich eingreift.
00:09:11: Es ist eine Herausforderung für unsere Generation.
00:09:14: Das haben wir so nicht erlebt und das ist ein Stück weil unser Handlungsfeld wo man Impulse setzt jetzt finde ich ist bei uns noch recht klein regional aber wir haben halt diesen starken Impuls aus der Kulturhauptstadt den wir da als Wind mitnehmen und da was weiterspinnen können.
00:09:33: Auf der anderen Seite sehe ich das in unterschiedlichsten Regionen, in Oberösterreich.
00:09:37: Also gerade letzte Woche mit BMW Steier also wo wir auch in dem Raum plötzlich ein Stück weit aktiv werden.
00:09:44: und da spielen genau dieses Skills eine Rolle und diese Aushandlung von Digitalisierung.
00:09:52: wie gehen wir in Zukunft damit um?
00:09:55: Wir sagen dass es Motto was müssen wir oder junge Menschen lernen zu gestalten, damit sie nicht gestaltet werden.
00:10:04: Das ist so ein Stichwort wo der Bildungsaspekt dann ganz stark zum Drogen kommt.
00:10:10: Selbst gestalten bevor man gestaltet wird eine einprägsame Formulierung.
00:10:16: aber seien wir ehrlich.
00:10:17: Beispielsweise offene Orte ohne Konsumzwagen, ohne dass man einem Verein beitreten muss.
00:10:24: Ohne das es ein fixes Programm gibt.
00:10:26: Das klingt alles so einfach ist strukturell aber kaum abgesichert.
00:10:31: Wer trägt denn nun langfristig Verantwortung für diese Räume?
00:10:34: Welche Netzwerke braucht's auch vielleicht dazu?
00:10:37: Also Österreich hat eine Gebietsebene wo sie extrem wichtig ist, dass wir da überregional stärker zusammenfinden wo auch immer wieder das Land gefordert ist, natürlich da so Impulse zu setzen damit diese Vernetzung passiert.
00:10:50: Das sehe ich jetzt gerade im MINT-Bereich.
00:10:52: also da gibt es dieses MINT Netzwerk und im Bereich Jugend glaube ich braucht's auch nochmal verstärkt eine Vernetzungsaktivität.
00:11:03: und in dem Bereich Jugendkultur sehe ich das Thema auch weil hier ist es relativ dünn aus meiner Sicht jetzt im Moment weil das nur wenig verstanden wird.
00:11:13: Im Moment hat man mehr so das Gefühl, es kämpfen alles ein bisschen mit schwindenden Förderbudgets um das Nackte überleben.
00:11:20: aber eigentlich ist jetzt der Zeitpunkt wo man diesen grundlegenden Neudenken muss.
00:11:24: Also diese Gemeindespaces könnten ein wichtiger Faktor sein das kommunale Leben zu gestalten.
00:11:33: Aber es gibt noch keine Ausdefinition oder keine wirklich klare Idee.
00:11:37: Was würde das bedeuten und wie müsste dann sozusagen auch auf landes Ebene oder bundesebene Sorge getragen werden, dass solche Räume existieren können?
00:11:45: Und das glaube ich ist aber ein wichtiger Schritt.
00:11:48: Ich sehe es fast erwähnt so als Überlebenspool in einem Raum, also in einen Ort, wo es solche Rräume gibt, die auch gehostet sind um dieses kommunale Leben versuchen mit neuen Impulsen und Prozessen zu gestalten.
00:12:04: Also ich glaube, da haben wir Herausforderungen.
00:12:06: Die kosten nicht einmal so viel Geld.
00:12:07: Da geht es gar nicht sehr um Geld sondern tatsächlich überhaupt die Möglichkeiten zur Verfügung zu
00:12:13: stellen.".
00:12:19: Wo dieses Gespräch geführt wurde in der Kulturwiller Forchtorf nämlich arbeitet man gerade an so einem Raum wie Martin Hollinetz ihn angesprochen hat.
00:12:29: Welche Bedeutung darin das Hosting trägt dazu könnte der Sozialunternehmer bestimmt auch noch einiges sagen.
00:12:36: aber wir bleiben mal beim Metathema Regionalentwicklung, zu dem Interviewer Stefan Heinisch natürlich noch einige Fragen hat.
00:12:44: Wenn man jetzt so geht die Rolle der regionalen Entwicklung dann ist ja eine sehr gute einzigartige Position.
00:12:51: Man kennt die Förderlandschaft, man arbeitet im Ideal für über Gemeinden hinweg wenn es regionale Entwicklung ist und bringt halt Akteure zusammen, die normalerweise nicht miteinander reden.
00:13:00: Schule Wirtschaft das kommunale und eben auch gewisse Programme der Europäischen Union, also die Förderkulisse.
00:13:08: Wie viel
00:13:09: Gestaltungsmut kann man denn als Regionalentwicklungsorganisation sich quasi nehmen und im eigenen Anspruch verankern?
00:13:17: Und inwieweit ist man in dieser Förderlogik und den Berichtspflichten gefangen – das merke ich schon, weil natürlich jeder Player in der regionalentwicklung seine oder ihre Bedeutung hat.
00:13:29: Manche sind nahe am Land wie es Regionalmanagement Oberösterreich andere haben ja Spielregeln durch den Bund angeregt, Lieder kämen klar.
00:13:39: Also inwieweit kann man da was glaubst du aus dieser Logik des Berichtswesens und der eigenen Förderprogramme ausbrechen und vielleicht wirklich so ein Netzwerk- und Beziehungsarbeit zu leisten?
00:13:56: Ich betrache da meistens natürlich auch die Ebene.
00:13:59: woher kommen die Zielsetzungen?
00:14:03: von unten nach oben und von oben nach unten kommuniziert, umgesetzt.
00:14:09: Und natürlich auch gemanagt.
00:14:12: Also das ist so ein Stück weit der Harder, die ja schon immer wieder einmal an der Miete.
00:14:18: Das heißt wir haben diese Top-Down Vorgaben aus europäischen Strukturfonds, die dann langsam im Ideal vorbei sind in die Region hineinwirksam werden.
00:14:32: Da gibt es eine Management-Ebene dazu, die den Auftrag hat das ja tatsächlich bis zu den Menschen zu bringen.
00:14:41: Und die Regionalentwicklung hat da ein Stück weit aber auch eine Sonderform weil hier ist er plötzlich gefragt oder zumindest war das immer mehr Verständnis dass das auch ein bottom up Prozess ist.
00:14:54: der muss aber wohl landen können und der muss irgendwo andockt und der Da kann man dann auch stark in diesem Bildungsaspekt, da gibt es ja noch zusätzliche Aspekte.
00:15:07: Um sowas zu händeln brauchst du mehr als nur ein Förderprogramm.
00:15:12: Du brauchst nämlich auch ein Management das versteht dass sowas gut tickt und du brauchst gleichzeitig eine Aushandlung zwischen den Akteuren die das mit der Politik also aushandeln, dass das gewollt und nicht als Gefahr gesägen wird.
00:15:29: Und hier steckt aber auch unglaubliches Innovationspotenzial drin also gerade auch in dieser Reibung oder in dem Aushandeln und in der Wahrnehmung.
00:15:39: Und das hier geht jetzt unsere Rolle als Spannende,
00:15:43: d.h.,
00:15:43: wir haben so ein Bottom-Up Netzwerk... ...und das ist das wo ich grad die Frage stelle.
00:15:49: und wir haben diese Genossenschaft, die sehr wohl auch operativ agiert, sprich da geht es ja um Geld und um Förderungen und aber Hätten wir das nicht in der Region, so eine Genossenschaft die diese als Regionalentwicklungsakteur begreift und auch fähig ist Projekte Obzuwickeln sprich auch Management Funktionalität zu übernehmen.
00:16:14: dann hätten wir bestimmte Sachen gar nicht auf die Füße gebracht.
00:16:17: Von der Genossenschaft als Modell und der regionalen Entwicklung also Fort während dem politischen Aushandlungsprozess gehen wir jetzt noch einmal zurück an den Anfang des Gesprächs und die Struktur in Oberösterreich.
00:16:31: Martin Hollinetz erklärt, dass die Diversität hierzulande die Region durchaus attraktiv macht für europäische Forschungsprogramme.
00:16:46: Willkommenes Forschungsthema, weil es sehr divers, sehr unterschiedlich.
00:16:49: Du hast touristische Aspekte, Industrie stark die auch in Transformation ist.
00:16:54: du hast dann sehr stark ländlich geprägten Raum wie das innere Salzkammergurt oder das Mühviertel, du hast so Zellen von Industrie wie ein Steuern.
00:17:05: Das ist sehr speziell und es gibt einen guten Einblick eigentlich wie man ihr Wustrategien entwickeln könnte, weil sie relativ viel abbildet.
00:17:13: Das wissen wir in Oberösterreich oft viel zu wenig und positionieren uns da an gar nicht so sehr.
00:17:18: Wir sind ein guter Forschungsraum, wo man Zukunftszenarien entwickelt.
00:17:24: Da können wir uns noch viel stärker positionieren.
00:17:26: Ich kriege das nur aus der Forschungsebene natürlich viel öfter gespiegelt weil wir da mittendrin stecken immer wieder bei größeren Programmen.
00:17:34: Und was ein wesentlicher Punkt sein wird, wie kann man auch in Zukunft informale Kompetenzen, informell erworbene Kompetenz besser mit Obbyten und Einpflegen?
00:17:44: Da sind wir in Österreich einfach immer noch fifty Jahre hinten im Vergleich.
00:17:48: Also so APL, so Accreditation of Prior Learning – das gibt es in Großbritannien seit hundert Jahren.
00:17:54: in Österreich ist das so eine Mini eigentlich nur Gedankenmodelle.
00:17:58: also wenn sie wäre Über jahre Kompetenzen erworben hat, wird er das aber nicht als formale Kompetenz anerkannt.
00:18:06: Und da braucht es eigentlich auch Strategien weil ganz viel in Zukunft sehr stark auf ein schnelles agieren und veränderte Ebenen reagiert.
00:18:19: Da kommt der Bildungsbereich der Formale gar nicht nach.
00:18:22: Du musst es aber irgendwie abbilden können damit sozusagen auch Wertschätzung passiert.
00:18:29: Das sagt Martin Hollenetz, Kreativwirtschafter und Gründer des Hotelonetzwerks sowie der Hotelogenossenschaft.
00:18:37: Stefan Heinisch hat ihn in Vorachdorf zum Gespräch über Regionalentwicklung getroffen.
00:18:59: In diesem Podcast sprechen wir ganz viel über den ländlichen Raum – und er wird oft idealisiert dargestellt!
00:19:06: Stabile Wirtschaft in idyllischer Landschaft ein gängiges Klischee.
00:19:10: Aber es ist hinreichend bekannt, dass der Strukturwandel gerade den ländlichen Raum vor ziemliche Herausforderungen stellt.
00:19:18: Was hält Menschen wirklich in einer Gemeinde wenn der lokale Nahversorger schließt?
00:19:23: Wenn das Dorfwitzhaus keinen Nachfolger findet und die Ortskerne schleichend zu Kulissen verkommen!
00:19:29: Wie sieht eine Mobilität aus, die nicht an der Peripherie endet sondern auch diese Joren sicher zum Arzt und zur Apotheke bringt, die hinter der berühmten Last Mile
00:19:39: wohnt?!
00:19:41: Onlinehandel, starre Verwaltungskränzen und demografischer Wandel versus gewohnte Romantik des Dorflebens.
00:19:48: Kommunen brauchen innovative Ideen und Lösungen gerade zum Thema Mobilität.
00:19:55: Genau an diesen Bruchlinien arbeitet der Regionalverband Pongau.
00:20:00: Als eine der ersten Regionen Österreichs hat er Ponga bewiesen wie innovative Micro-ÖV Systeme die Last Mile die letzte Meile schließen können.
00:20:10: Stefan Maurer ist Experte für integrative Regionalentwicklung und Geschäftsführer des Regionalverbands Pongau sowie der Mobilitätszentrale Mobilitto.
00:20:21: Er lebt in Pongauer und arbeitet seit über fünfundzwanzig Jahren an der Schnittstelle von regionsübergreifender Raumplanung, kommunaler Kooperation und zukunftsfähigen Mobilitäzkonzepten im alpinen Raum.
00:20:35: Stefan Heinisch hat ihn in den Räumlichkeiten des Salzburger Instituts für Raumordnung und Wohnen, S-I-R getroffen.
00:20:43: Und ihn gefragt – wie funktioniert Mobilität im Pongau jetzt?
00:20:48: Also du müsstest jetzt erst einmal anfangen, Mobilität ein bisschen zu setzieren.
00:20:52: Jeder versteht was anderes darunter.
00:20:53: Mobilität ist Fuske.
00:20:55: Es waren dann touristische Mobilitäten der Klassiker, es langlaufen auch touristisch.
00:21:01: Für den anderen ist es Bus und Bahn Das Thema Mobilität, die nach am strikten Vorplan fahren im ländlichen Raum nicht ganz so dicht wie in der Stadt.
00:21:10: Wir gehen in der Region immer eher davon aus öffnlich organisierte Mobilität.
00:21:15: Die alle Formen umschließt.
00:21:16: es kann das K-Scherchen genauso sein mit Elektrovorzeigen wie eben dass der Zug aus dem Gasteinerdeu die Pendlerinnen und Pendlern da früher nach Salzburg bringt und das in einer hohen Qualität, in einer Bündlichkeit und in einem dichten Dakt.
00:21:31: relativ früh damit begonnen, Mobilität zu organisieren auf regionaler Ebene.
00:21:36: Das war so ein bisschen ein genialer Schachzug des Landes Salzburg, weil aus diemaneinzig-ochteneinzig sind die Bürgermeister, sage ich bewusst, durch bewusste Gendern, weil es gab damals nur Bürgemeister und Herrinnen, aber das haben gefragt worden, wollt ihr nicht Farble in den Mick gestalten?
00:21:51: Wollt ihr nicht sagen ob es am Bus von A nach B braucht's?
00:21:53: Die Bürgmeister haben ohne Sono gesagt, die hast du ja verständigt.
00:21:56: Danke für die Erinnerung dass wir mitreden dürfen im öffentlichen Verkehr.
00:21:59: Das sollte funktionieren.
00:22:01: kurze Zeit darauf später, ist man hergegangen und hat gesagt, ja aber wer anschaut ZOED?
00:22:07: Also liebe Gemeinden bitte zollt auch Geld für den öffentlichen Verkehr.
00:22:11: So sind in Salzburg die Regional-Takte als Grundlage für einen öffentlichen Verkehr entstanden.
00:22:16: was heißt Regional-takt?
00:22:17: am Beispiel Bongadagt?
00:22:20: wir haben im BONGADAK gegründet als Gemeinde verbannt und haben uns die Vorblende angeschaut mit damals noch fast nicht existenten Verkehrsverbunden mit Verkehrsplanern.
00:22:31: Ich habe gesagt, wo sind große Lücken in den Vorablennen?
00:22:33: Wo braucht es für die Bürgerinnen und Bürger eine Mobilität?
00:22:37: Und das haben wir sehr stark im sozialem Bereich weil die Pendler waren in der früheren Mitte und am Abend relativ gut abgebildet damals schon.
00:22:42: Ein Problem hatten wir dass die Oma heute nicht in den Nachbarort zum Orts gekommen ist wenn sie kein eigenes Auto hatte oder die Enkel oder die Kinder die Omaneck fahren haben zum Orzt oder zum Einkaufen, zum Beispiel.
00:22:55: Oder an Schurkkaffen, wenn es im eigenen Ort keine Schurkschiffe gibt.
00:22:57: Also das haben wir hergegangen und haben die Fablenlücken geschlossen.
00:23:01: mit damals waren es dreihundertausend Euro.
00:23:04: Im heirigen Jahr haben wir ÖV-Betsche von über drei Millionen Euro Das von den Gemeinden und vom Land Salzburg Und aus Mitteln des Finanzausgleichs aufgebracht wird sind stolz darauf dass wir jetzt mittlerweile in der Region fast durchgehenden Stundentakt Orte, egal wie groß der Ort ist anbieten können.
00:23:24: Dazwischen ist dann eben noch weitergekommen auch wieder so in die Richtung schweifend, wie sozial ist Mobilität wenn ich zwei oder drei Kilometer zu einer Bushäuterstehe gehen muss weil die Leute wohnen ja plötzligerweise nicht um die Bushäuterstöhe herum?
00:23:39: das ist halt ein bisschen auch der Raumordnung geschuldet.
00:23:42: bei uns im ländlichen Raum und da sind dann die Mikroefaussysteme Auf einmal aufkommen diese Schattelnetze, meine Schattelsdorfbusse, Gmoabusse oder wie auch immer das man es nennt.
00:23:53: Und um einfach also nur ein dichteres Netz zu haben und ich glaube, dass mittlerweile öffentliche Verkehr oder die öffentlich organisierte Mobilität extrem gut aufgestellt ist im Land Salzburg speziell aber auch in Bongau selber.
00:24:06: Dank sehr viel Gottes.
00:24:07: die Gemeinden investieren als, aber dank sehr viel Engagement der Gemeinden, der verantwortlichen, da Mobilität zu gestalten.
00:24:15: Und das weißt du, dass du den sozialen oder die soziale Verantwortung in kommunalen Systemen ansprichst.
00:24:20: Aber ich kenne es aus dem Waldviertel.
00:24:22: Die haben ja diese Hohl- und Bringdienste oder Mitfahrdienst wo ehrenamtliche dann sagen, ich fahre sowieso in die Nachbargemeinde.
00:24:29: Ich nehme die Skalabia App, ich nehme die mit und fahne zwei Stunden wieder Retour.
00:24:34: Da habe ich heute den persönlichen Kontakt da, da rede ich mit dem weil der führt mir auch... Ist dies bei so einer flächendeckenden Ausruhrung von MikroV?
00:24:42: Wahrscheinlich nicht notwendig, oder wie sieht's denn die Barriere von älteren Menschen neben der Technischen vielleicht?
00:24:49: Solche Systeme zu nutzen versus ich hab jemand noch nie kenn halt schon den irgendein Name zu nennen an der Franz-Fahrt.
00:24:55: Sowieso ins Ärztezentrum und da fahre ich mit weil auch das kann ich über App ein Buch also wie...
00:25:01: Ja es ist ein bisschen schwierig.
00:25:03: Dieses System eben der Gmabus mit Fahrdienste holt Dienste bringt Dienster apothektentaxi Kaffee-Taxi, in meiner Heimatgemeinde gibt es sowas.
00:25:14: In der Woche und Freitag fallen mir da die Seniorinnen und Senioren mit am Mannschaftswagen der Feuerwehr, der örtlichen Feuerwehr ins nächste Dorf, weil's im eigenen Dorf kein Kaffees gibt.
00:25:23: Jetzt kommen sie in meine Heimatgemeinde und gehen dort Kaffeetrinken.
00:25:27: Das hat alles seine Berechtigung.
00:25:29: Das ist halt eine privat organisierte Mobilität, die dann funktioniert wenn es Menschen gibt, die sich engagieren für andere Menschen.
00:25:37: Hier haben wir sehr viel solches System in ganz Österreich angeschaut.
00:25:41: Und bin zum Schluss gekommen, also nicht nur dass sie da sein Berechtigung und wichtig haben und auf soziale Verantwortung haben aber die funktionieren am Anfang extrem gut.
00:25:52: Irrsäge ist Engagement, da die Leute sagen ja klasse endlich passiert was und die will helfen.
00:25:57: das geht super.
00:25:57: damit ein Dienst-und Fahrpläne entwickelt über mehrere Monate und es sagt dieses Engagement sagt dann ein bisschen ob wenn man drauf kommt es ist viel Zeit die man investieren muss Und dann stehen die alle Betreibern meistens an den Gemeinden dahinter, auch finanziell stehen von dem Dilemma oder Verzweidelemmers.
00:26:15: Entweder wird so kurz genutzt, dass sie mit Hochzeitser-Fahrzeug, die ich mit einem Führerschein B fahren kann, nicht mehr ausreichen.
00:26:20: Oder ihr braucht so viel Fahrzeug, das ihr nicht habt und da muss ich überlegen ob ihr auf einen klaren Bus umsteigt?
00:26:24: Dann brauche ich aber wieder ein Bußunternehmer mit einem Bußschein.
00:26:28: Das andere ist wenn es auf Ehrenamtausbau ist die Gefahr Dass das Engagement so nieder wird, dass es einfach niemand betreiben kann.
00:26:37: Weil ich keine Leute mehr habe, die mit den Vorzeigen fahren.
00:26:40: Da haben wir dann gesagt – nicht nur bei uns in der Region sondern im Land Salzburg – sehen wir solche Shuttles als Teil der öffentlich organisierten Mobilität.
00:26:50: Das heißt auch in Verantwortung der Gemeinden auch in finanzieller Verantwortung der Gemeinden und integrieren das in ein Gesamtöv-System, so dass zum Beispiel bei der Information die Kettemöglichkeit möglich ist vom letzten Weiler in einem Dorf bis nach Wien.
00:27:07: Die Informationskette ist da.
00:27:09: ich kann das beauskommen, ich kann es anzeigen lassen.
00:27:12: Ich gucke die Informationen wenn du das Shuttle nutzt um von zu Hause wegzukommen zum nächsten Busknoten, dass es eine Stunde vorher oder eine halbe Stunde vorher bestellen muss.
00:27:21: Also das funktioniert mittlerweile hervorragend und zwar so gut, dass wir in diesen Orten wo es gibt diese Moabusse nicht mehr brauchen.
00:27:31: Das heißt nicht, dass man sie abtrannt wollen im Gegenteil, es gibt sie nach wie vor noch.
00:27:35: Es heißt nur, dass die auf einer anderen Ebene stören, diese Mitbringdienste, Hoheldienste weil ich mit dem Shuttle als Opa oder Oma eingeschränkt bin auch zu Apotheken ins Nachbardorf fahren, wenn ich im eigenen Ort keine mehr habe und komme wieder zurück.
00:27:52: Also das funktioniert recht gut und hat durchaus mittlerweile immer mehr
00:27:55: Seitaseinsberechtigung.".
00:27:57: Unmittelbar mit der Mobilität verbunden ist natürlich das Thema der Ortskerne.
00:28:03: Stichwort Leerstandsbelebung und Brachflächen-Revitalisierung.
00:28:08: Wie schaut's da in der Region Pongau aus?
00:28:12: Stefan Maurer dazu.
00:28:14: Wir sind ja relativ am Anfang mit dem Thema gewerblicher Leerstand.
00:28:19: Wir wissen, dass es der Fall ist, dass wir die leerständigen Geschäftsflächen in den Nordzentren haben.
00:28:24: Das ist schlecht für die Lebensqualität thainheimischen und schlechter aber auch für die Urlaubsqualität der Urlabsgäste.
00:28:31: Sind da jetzt dabei ein Projekt aufzusetzen wo wir mal einen Status quo erheben?
00:28:37: Wo wir wissen wollen... von was wir reden, wie im Prongau in den fünfundzwanzig Gemeinden.
00:28:42: Wie viele Lehrstände gewerblicher Art haben wir tatsächlich?
00:28:46: Welche Potenziale ergeben Sie daraus und gibt es Handlungsleitfäden die Gemeinden aufgreifen können?
00:28:52: Da schauen wir uns gerne auch in anderen Regionen um- und haben auch schon einige Regionen besucht.
00:28:57: Das ist aber der eine Punkt.
00:28:59: Der andere Punkt ist einfach... das ist jetzt auch eine persönliche Meinung von mir.
00:29:05: Ich bin mir nicht sicher ob wir uns nicht schön langsam von diesem von dieser romantischen Vision des lebenden Ortszentrums in der Form, wie wir sie hatten verabschieden müssen.
00:29:15: Wir sind als Gesellschaft ja selber schuld!
00:29:18: Es muss sich jeder an der Nase nehmen.
00:29:19: wann war es letztes Mal im lokalem Geschäft und hab was gekauft... Und da rede ich nicht von der Leberkassemme bei Madeck oder beim Naun Frisch und nicht vom Bosner auch beim Metzger den ich im Ort vielleicht noch habe oder zwar sei mal beim Bäcker den ich vielleicht noch hab.
00:29:34: Wir bestehen alles online.
00:29:35: Das muss uns klar sein und das wird nicht weggehen, das ist gekommen um zu bleiben weil wir als Gesellschaft so sind.
00:29:41: Der Preis spielt mal manche Rolle.
00:29:43: die Bequemlichkeit spielt eine sehr starke Rolle.
00:29:45: es wird mir vor der Haustür gelegt.
00:29:47: ich muss nicht die drei Kilometer in den Ort ins Ortszentrum fahren und die drei Km fahren wir sowieso immer gern mit dem Auto und nicht mit dem Radar und gehen ganz auch nicht zuerst.
00:29:56: also glaube ich dass wir uns, dass wir in der Zukunft definieren müssen was heißt ein lebendiges Orts Zentrum?
00:30:04: Da erster Ansatz für mich ist wie bringen Menschen in die Orts-Zentren?
00:30:07: Das ist zum Teil ausgemacht.
00:30:09: das Problem, weil wir an den Peripherien der Ort immer mehr Handelsbetriebe konzentriert haben.
00:30:15: Die klassischen Großmärkte, die Baummärkte – das ist alles am Ortsrand draußen im Zentrum selber – verkommen die Zentren immer mehr zu Schlafzentren.
00:30:26: Also da rührt sie untertox nichts mehr.
00:30:29: Da sind keine Leute mehr unterwegs!
00:30:31: Ein Problem ist das Problem der Gastronomie insgesamt.
00:30:35: Momentan selber in meiner Familie habe ich noch Leute, die in der Gastro-Normie arbeiten.
00:30:41: Es ist irrsinnig schwierig, Personal zu finden.
00:30:44: wie soll denn ein Caféhaus aufmhalten?
00:30:46: Wie soll da Dorfwirt aufmalten wenn er wird dann siebzehn Stunden in der Woche selber arbeiten muss mit seiner Frau.
00:30:53: Der Klassiker ist der Wirt schmeißt Service und die Frau kocht oder auch umgekehrt.
00:30:56: in Zeiten wie diesen, der Mann kocht und die Die arbeiten sehr auf und wir wundern uns, worum versperrt er jetzt zu, weil es eh immer voll ist.
00:31:04: Da weiß der anzige Wirt dem Ort das.
00:31:06: Das ist ein gesellschaftliches Problem und das haben die Gemeinden nur stückweit in der Hand.
00:31:11: Wir müssen einfach definieren was heißt für meine Gemeinde einen funktionierenden Sortszentrum zu haben?
00:31:17: Was tut das Leben dass ich da hineinbekommen will?
00:31:21: Das kann im kulturellen Bereich sein oder das kann im gastronomischen Bereich sein, das kann am Arbeitsbereich Co-Working, Büros und so weiter.
00:31:31: Ein bisschen ein Feindbild der Gemeinden sind mittlerweile in den Nordzentren diese vierundzwanzig Stunden.
00:31:37: E-Shops die Babashops, die Kebapleden haben wir zuhauf.
00:31:41: auch im Bischofsofen haben wir das.
00:31:44: Ich glaube da hat aber eine Gemeinde relativ weniger Einflussmöglichkeit daraus zu ändern.
00:31:49: es geht eher darum welches Konzept verfolge ich in der Gemeinde?
00:31:52: Und da spielt eins eine Rolle Wo ich überzeugt bin davon, dass in einem Bezirk wie Sankte Hannin-Ponga mit fünf oder zwanzig Gemeinden mein Klangste hat vierhundertfünfzehn Einwohner.
00:32:03: Mein größter die Bezirksabgestalt ungefähr zwölfe halbtausende Einwohner und ich bin trotzdem überzeugt, dass jeder dieser fünfundzwanzig Gemänten ein im Raum eine gewisse Funktion übernehmen sollte.
00:32:14: Was machen wir jetzt?
00:32:15: Jetzt machen wir Bauchladen auf Gemeinde Ebene.
00:32:18: Jede Gemeinde macht halt alles!
00:32:20: Ich habe ein bisschen Sport mehr oder weniger viel Schule Ich habe Tourismus, ich habe ein bisschen Dase, jenes und ich habe etwas Handel.
00:32:29: Ich glaube von dieser romantischen Vorstellung müssen wir uns auch irgendwann einmal verabschieden lassen und sagen welche Funktion erfüllt eine Gemeinde im Raum oder im Bezirk in der Region?
00:32:38: Und wie kann ich können alle Gemeinden diese Spezialisierung unterstützen?
00:32:43: Ist nicht sehr beliebtes Thema weil es würde bedeuten ich müsste mit einer Gemeinde dann irgendwann mal Gespräche führen.
00:32:50: Tourismus weiter zu betreiben, ein Piesel mit der paar Tausend Nächtegungen macht keinen Sinn bei dir.
00:32:56: Konzentrieren wir uns auf was anderes.
00:32:58: Da sind wir völlig am Anfang, ob es sich um Prozesse betrifft aber ich glaube das wird um die Orte zu erhalten über kurz oder lang nicht mehr anders gehen.
00:33:09: und abschließend noch sehr ketzerisch wird man sich die Frage stellen müssen ist es überhaupt möglich jede einzelne Gemeinde am Leben zu erhalten?
00:33:21: Jetzt wird alles getan, vor allem mit sehr viel Geld.
00:33:24: Egal wie groß oder klein die Gemeinde ist – sie wird am Leben erhalten.
00:33:29: Identität ist immer ein großes Thema.
00:33:31: Wir sind dort ausgewachsen und leben dort aber ich glaube wir müssen in der Bevölkerung etwas mehr zu trauen dass auch der Ortsname sich manchmal ändert und also Verwaltungen zusammenlegen.
00:33:44: Services gemeinsam anbieten.
00:33:46: es ist sehr schwierig Aber ich glaube, es ist die Zeit, dass wir in diese Richtung weiter diskutieren.
00:33:53: Das ist gut, dass du das ansprichst weil es gibt jetzt gerade im Mühviertel über eine Gemeinde, die auch Mitglied ist bei dem Verein Zukunftsort der Österreich so dieses Konzept oder die Idee einer kooperierenden Region also eben wie du auch sagst Funktionsräume allerdings dann das wäre jetzt die Frage an die wenn der Funktionraum sozusagen jetzt bei der Mobilität ein anderer ist.
00:34:15: Jetzt beim Kindergarten, den ich vielleicht sage.
00:34:17: Drei Gemeinden bauen angeschalten Kindergärten, tun sie da zusammen dann kooperiert man da intensiver.
00:34:23: die Buchhaltung ist in der Bezirkstadt ausgelagert.
00:34:25: trotzdem will wir diesen diesen identitätsstiftenden Orten haben.
00:34:28: für Veranstaltungen auch irgendwie so ein bisschen als Begegnungsort.
00:34:31: müssten bei Funktionsräumen immer diese twenty-fünf Gemeinden das gemeinsame Konzept tragen.
00:34:38: oder hat man eh am Thema wie zum Beispiel Bildung, bleiben wir einfach bei dem Beispiel des Kindergottes.
00:34:44: Kennt es zwar Gemeinden, sondern noch ein paar Gemeinden?
00:34:46: Beim Tourismus ist das eine Destination und da hat man meistens andere Landquarten.
00:34:50: Also wie flexibel glaubst du komm auf Funktionsräume so jetzt in deiner Gebietskulisse gestalten?
00:34:56: Ich glaube es muss flexibel sein und so offen für möglich sein und vor allem auf Basis eines Einladungsprinzips.
00:35:02: was meine ich damit?
00:35:03: Es haben Bundesländer in Österreich diese geografische Kooperation gesetzlich verankert.
00:35:09: zur Zusammenlegung von Gemeinden Der Holzkasten der Nachbar, die zwei Nachbarn, die drei Nachbaren müssen miteinander arbeiten.
00:35:16: Das ist erstens Zwang und zweitens muss das nicht zwingen funktionieren.
00:35:19: Und was das angesprochen zukunftsernte Österreich ist ein Beispiel davon wie die thematische Gemeindekooperation funktionieren kann.
00:35:27: Die sind nicht nachbarn.
00:35:28: Die liegen ja nicht alle in einer Region diese Zukunftsorte sondern sie sind über ganz Österreich verteilt von Ostösterreich bis Weste Österreich quer durch.
00:35:37: Und das ist, was ich bezeichne als thematische Kooperation.
00:35:40: Einfach weil sie ein Gemeinsamkeiten haben, thematischen Gemeinsamenkeiten Sie auch gemeinsame Entwicklungspotenziale sehen und sie haben keine gemeinsamen Grenzen, gemeindegrenzen.
00:35:50: Ich glaube, dass es ganz wichtiger ist, dass das nicht zwingend geografisch abgesteckt sein muss sondern vor allem THEOMATISCH aufgesteckte sein muss.
00:36:00: Und ein englisches Sprichwort sagt ja Burtz of Feather flock together also gleich und gleich gesellt sich gern.
00:36:05: Und ich glaube, das muss zulass möglich sein und muss zugelassen werden.
00:36:09: Und nicht!
00:36:10: Ich mache jetzt ein Entwicklungsgesetz und sage die Nachbargemeinden werden zusammengelegt.
00:36:23: Bleiben wir in den Ortskernen.
00:36:26: Interviewer Stefan Heinisch führt die Rolle des Lehrstandskümerers ins Treffen Eine Person mit Wurzeln in der betreffenden Region, die über einen längeren Prozess hinweg Handel und Betreiber mit den Immobilienbesitzern vernetzt und so aktiv und persönlich vermittelt.
00:36:43: Wer sowas wie ein Leerstandskümmerer was man im Ponga einsetzen kann, wirkt das aber nur auf kommunaler Ebene.
00:36:51: Das müssen Sie die Gemeinden selber machen weil es wird jetzt zwischen Altenmarkt und Bockerstein da hin und her fahren.
00:36:57: Das wird vielleicht nicht so gelingen.
00:36:59: wäre das eine Rolle um so eine Initiative zu starten, die der Regionalverband übernehmen könnte?
00:37:06: Ja auf jeden Fall.
00:37:07: Ich sehe das schon als zentrale Aufgabe einer regionalen Entwicklungsorganisation.
00:37:11: Wir sind gerade dabei zu überlegen wie wir sowas aufbauen können.
00:37:16: Diese geplante Währstandserhebung ist ein Step One also dass man mit den Grundlagen darüber haben.
00:37:24: es ist aber auch nicht der Heilsbringer das muss man ganz ehrlich sagen.
00:37:26: immer Und auch meine Bürgermeister im Vorstand, wir haben uns einige Modelle in Österreich angeschaut.
00:37:31: Sehr charmante, tolle Modelle.
00:37:33: Aber die Möglichkeiten des Lehrstandsmanagements sind begrenzt weil du arbeitest mit Menschen.
00:37:41: Beispiel habe ich in Bischofshofen selber.
00:37:44: ein alteingesessener Handelsbetrieb mit einer tollen Spezialisierung hat Vor drei Jahren zugespielt, aber nicht weil es Geschäft nicht gegangen ist.
00:37:55: Das war noch der klassische stationäre Handel, aber richtig gut aufgestellt, sondern einfach aufgrund des Alters der Eigentümerinnen.
00:38:03: Die Familie, die dieses Geschäft betrieben hat, gar nicht so klar mitten im Zentrum, wo wir schon saufen, ist halt einfach zu alt und es hat jeder das Recht in Pension gehen und nach vierzig-fünfzig Jahren im Geschäftsschneglaube bist du auch fertig!
00:38:17: Die Jugend hat sie nicht drüber draus.
00:38:19: Jetzt wird es der Klassiker, die auslangen wir am Zug hängt mit schwarzem Müllsackeln und dann hängt ein Zettel drinnen zu vermieten unter Handynummern.
00:38:31: Dieses Geschäft in einer sehr prominenten Lage im Bischofshofen findet man auf keiner Immobilienplattform weil einfach.
00:38:39: auch der Eigentümer sagt ich wühle mich mit einem Mackler, da muss ich Provisionen zäuen.
00:38:45: Sondern die kommen schon.
00:38:47: Die kommen halt nicht, weil ich sage, wenn da eine zusperrt, muss ich überlegen was bitte ich dem anderen damit aufsperren überhaupt und damit er bestehen bleibt?
00:38:55: Und dort glaube ich jetzt das Lehrstandsmanagement an zu entwickeln, zu schauen welches Potenzial hat so ein Standort zur Immobilie überhaupt ist.
00:39:04: Muss es das sein, was schon seit hundert Jahren war nämlich der Handelsbetrieb mit einer Spezialisierung oder kann ja etwas anderes eine tun?
00:39:10: Wie gesagt, es gibt sehr gute Beispiele bei den Jännern mit den Bürgermeistern in der Region Obersteiramark Ost und haben uns dort das Projekt Gründeraum angeschaut.
00:39:21: Und haben da extrem tolle Beispiele gesehen, wo eine aufgelassene Bank als Ärztezentrum umfunktioniert worden ist, wo eben Tresorraum jetzt ins Röntgengerät steht.
00:39:32: Auch das ist Ortskernbelebung!
00:39:34: Waldarm-Schoberpass ist mal sehr gut in Erinnerung, das ist jetzt keine Werbung für die Gemeinde.
00:39:38: Aber da ist der Norfersorger weggebrochen und der Gastronomie betrefft also den Treffpunkt des Cafés.
00:39:44: Da wird es später um sechs Uhr am Abend auf oder noch wieder auf wo gehen unter Docks hin?
00:39:49: Für die, die daheim sind im Waldarm Schoberpass.
00:39:52: Jetzt hat man einfach Möglichkeiten geschaffen und auch das ist Leerstandsmanagement der Kümmerer.
00:39:59: Ich versuche, Gastronomie und Nahversorgung zu kombinieren.
00:40:03: Im Endeffekt des Projekts dort war er noch ein Frisch, der angeschlossenes Kaffee dabei hat von einer jungen Familie betrieben.
00:40:09: Da braucht es Unterstützung auch finanzielle.
00:40:11: Landsteuermark unterstützt sowas finanziell.
00:40:15: uns die Gemeinde unterstützt das mit ist nur dass man mal einen Bauhof schickt wenn irgendwas zum Erledigen ist also nicht immer in der nächsten Hauptstadt auch auf einem Professornisten holen muss sondern Kleinigkeiten kann man vor Ort machen.
00:40:28: Auch diese kleinen Unterstützungen braucht es, um den Leuten das überleben, das finanzielle Überleben und wirtschaftliche Überleben zu ermöglichen.
00:40:35: Und ich glaube, da setzt der Lehrstandskümmere, muss dort ansetzen.
00:40:39: Das sind die Handnehmern.
00:40:40: Glinkenputzen... also so sehe ich... Ich bin kein Experte noch nicht fürs Thema Lehrstandsmanagement aber ist ja für mich dass das schon eine Funktion ist wo ich glinken putzen muss.
00:40:49: Weil wenn man auch vier Zettel der in der Auslage hängt dann muss ich auch raufen und sagen warum ist das so?
00:40:55: Kann ich dir unterstützen?
00:40:56: Gibt's irgendwas, kannst du was vor?
00:40:57: Was ist deine
00:40:58: Vision?".
00:40:59: Und diese Dinge.
00:40:59: Wie kann man das gemeinsam entwickeln?
00:41:01: Was sagt die Gemeinde dazu?
00:41:02: Was für einen Plan hat der Gemeinde für die Entwicklung?
00:41:05: Das sind Dinge und Aufgaben eines Leerstandskümerers in der
00:41:09: Region.".
00:41:10: Effektives Lehrstandsmanagement erfordert jedenfalls aktive persönliche Vermittlung vor Ort.
00:41:16: Der informelle persönliche Austausch direkt an dem Ort um den es geht bleibt also für die Regionalentwicklung unverzichtbar Auch wenn Stefan Maurer einräumt, dass sich digitale Arbeitsmethoden von der Ferne natürlich auch etabliert
00:41:31: haben.
00:41:53: Fünfzehn Leute auf Ort A hinkommen können zu einer Sitzung, da mache ich es online.
00:41:57: Das ist gekommen und so bleiben das ist gut so.
00:42:00: Auf der anderen Seite dieses zwischenmenschliche Grad in der Regionalentwicklung, dass ich an Ort vor mit dort zum Wirtenhuck auch bei einer Gemeindevertreter-Sitzung dabei bin.
00:42:11: Es ist was anderes wenn ich fort bin als wenn sie mir online zuschalten, was dann je meistechnisch nicht funktioniert.
00:42:17: Auch weil wir gelernt haben wie das Zeug funktionieren sollte.
00:42:19: also hat sich massiv verändert.
00:42:23: Ich glaube, es wird auch immer wieder jeder Trend lesst an Gegentrend aus.
00:42:27: Es wird auch wieder der Trend zum mehr persönlichen Engagement vor Ort kommen – also mehr zwischmenschliche Interaktion.
00:42:36: Aber gerade insgesamt die Aufgaben werden sie massiv ändern, weil sich die Problemlagen in den Gemeinden ändern.
00:42:43: Vor zwanzig Jahren haben wir noch über Entwicklung gekriegt.
00:42:46: Und da muss nur ein Hotel her und nur tausend Betten, ja?
00:42:50: Und nur eine Gemeindezentrum oder einen Veranstaltungeszentrum hierher.
00:42:53: Und nach dieses und jenes her geht jetzt
00:42:58: zunehmbar.".
00:42:58: Das sagt Stefan Maurer – Geschäftsführer des Regionalverbandes Pongau sowie der Mobilitätszentrale Mobilito.
00:43:07: Und damit schließt sich der Kreis zum Thema Regionalentwicklung, die auch nicht still steht.
00:43:12: Sondern eben genau das macht was sie selbst bezeichnet – sich weiter entwickeln!
00:43:18: So bedeutet die Entwicklung einer Region heute wie Stefan Maurer es am Ende gesagt hat durchaus etwas anderes als noch vor zehn Jahren wenn man auf die zu bewältigenden Aufgaben schaut.
00:43:43: Das war Zukunft hören Ein Kooperationsprojekt des Freien Radios Salzkammergut mit Agenda Zukunft, dem Referat für regionale Zukunftsgestaltung des Landes Oberösterreich und dem Regionalmanagement Oberösterreich.
00:43:58: Hier geht es um Gemeinde- und regionalentwicklung und um nachhaltige Zukunftsvisionen.
00:44:04: Diesmal haben wir über das Metathema Regionalentwicklungen gesprochen.
00:44:08: Zu Wort gekommen sind Martin Hollinetz und Stefan Maurer, die Stefan Heinisch zum Interview getroffen hat.
00:44:17: Wie können Regionen ihre Rolle neu denken?
00:44:20: Zwischen Mitgestaltung, Mobilität und neuen Formen der Zusammenarbeit – das war eine der Fragen mit der sich die Gespräche auseinandergesetzt haben!
00:44:31: Weiterführende Infos zu erwähnten Projekten und links zu den Gesprächspartnern gibt's natürlich wie immer in den Show-Notes zu diesem Podcast sowie auf freiesradio.at unter dem Stichwort Zukunft hören.
00:44:48: Ja, wir hören uns wieder – in Zukunft!
00:44:54: Der Podcast mit innovativen Impulsen zum gemeinsamen
00:44:57: Gestalten
00:44:58: für Menschen aus den Gemeinden von übermorgen.
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